Gymnasiale Oberstufe für IGS Emsland

Edeltraut Graeßner
 

Gesamtschule würde Schulstandort Lingen stärken

Lingen.- Die Lingener Sozialdemokraten unterstützen die Forderung der Elternschaft der Gesamtschule Emsland nach Einrichtung einer Sekundarstufe II. Die Schule, die sich in Trägerschaft des Landkreises Emsland befindet und seit Jahren sehr erfolgreich arbeitet ist eine der ganz wenigen vierzügigen Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe in Niedersachsen. Schon heute erreichen mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler in der 10. Klasse der Gesamtschule Emsland den erweiterten Sekundarabschluss I, der die Eintrittskarte in die gymnasiale Oberstufe ist.

Die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Gesamtschule ergibt sind nach Ansicht der Lingener SPD aus der Oberstufenreform für die Gymnasien. Diese Reform, nach der das Abitur ab 2011 an den Gymnasien verpflichtend nach 12 Schuljahren abgelegt werden muss, wird von vielen Elten mit Skepsis betrachtet. „Wir stellen fest, dass die Eltern auf diese Entwicklung reagieren. Sie schicken ihre Kinder nach der 10. Klasse auf Schulen, die das Abitur erst nach dem 13. Schuljahr anbieten.“ Stellte SPD-Ratsfrau und Mitglied im Kreistag Emsland Edeltraut Graeßner fest. „Zu diesen Schülern gesellen sich Realschüler und Gesamtschüler mit einem erweiterten Sekundarabschluss I“ ergänzte Dr. Bernhard Bendick, SPD-Ratsherr in Lingen. Die Schülergruppen der Real- und Gesamtschüler werden nicht mehr in die 11. sondern nur noch in die 10. Klasse eines Gymnasiums aufgenommen. Diese Wiederholung der 10. Klasse bedeutet für die Betroffenen letztendlich 13 Schuljahre und veranlasst viele Eltern und Jugendliche, eine Entscheidung gegen den Besuch eines Gymnasiums zu treffen.

Weil die Gesamtschule erst nach 13 Jahre das Abitur anbietn würde ist diese Schulform geradezu prädestiniert, die Versorgunslücke in Lingen zu schließen. „Ich erinnere mich an die Zeit vor 1993“ erklärt Edeltraut Graeßner gegenüber der Presse. Bis zum Beginn des Schuljahres 1993 fuhren viele Lingener Kinder in kompletter Schulstärke zur IGS nach Fürstenau. „Wenn nicht jetzt etwas passiert werden bald Lingener Jugendliche in Oberstufenstärke Lingen verlassen. Gewinner sind dann nicht die Lingener Jugendlichen und die Schullandschaft in Lingen sondern die privaten Schulen in Rheine und Hopsten.“

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